Sankt Gertrudis

 
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Miteinander Gemeinde erleben!

Herzlich Willkommen in der Pfarrgemeinde St. Gertrudis Horstmar und Leer mit den beiden Kirchen St. Gertrudis in Horstmar und Ss. Cosmas und Damian in Horstmar-Leer.

Wir laden Sie ein, uns auf den nächsten Seiten näher kennen zu lernen und freuen uns über Ihr Interesse. Gern informieren wir Sie über unsere Gemeinden und das Gemeindeleben. Für Anregungen, Wünsche und Kritik sind wir Ihnen dankbar. Nutzen Sie dafür bitte unser Kontaktformular


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Beeindruckende Erlebnisse in Indien PDF Drucken E-Mail
indien-2001.jpgKaplan Karanam bittet immer  wieder um Spenden für sein Missionsprojekt in Indien. Es sind mittlerweile mehr als 75.000 Euro zusammengekommen. Dieses Projekt konnten die Teilnehmer an der Indienreise jetzt besuchen. Einstimmig stellten sie fest, dass das Geld gut angelegt sei, es kommt einem Internat für Jungen zugute. Doch der Reihe nach. Ein reicher Mann, der keine Erben hatte, übertrug im Jahre 1993 seine Immobilien an den Bischof des Ordens vom Hl. Franz von Sales. Dazu gehören mehrere Schulgebäude und auch ein großes Sportgelände. Patres errichteten eine Schule, und zwar in unterschiedlichen Formen. Einmal die Missionsschule, danach die sog. „staatliche Schule“. Die Schulformen unterscheiden sich dadurch, dass in der Missionsschule englisch gelehrt wird, in der Staatsschule nur in der Muttersprache. In der Staatsschule bezahlt auch der Staat die Lehrer.    indien-4001.jpgBeide Schulen konnten die Reiseteilnehmer aktuell besichtigen. Unvorstellbar für hiesige Verhältnisse die Einrichtung der Schulen mit Zweierbänken und Pulten aus Stein. Unterrichtet wird jeweils von acht bis zwölf Uhr und von 13 bis 16 Uhr. Auch samstags wird unterrichtet.  Die 400 Kinder, die hier bis zur Klasse zehn unterrichtet werden, kommen aus der Umgebung. Für arme Kinder und Waisen hat der Orden im Jahre 1993 ein Internat eingerichtet. Bis zu einhundert Kinder finden hier eine Unterkunft.  

Es war ergreifend, mit welch einer  riesigen Freude die Reisegruppe  von den Kindern empfangen wurde, es war extra einindien-3001.jpg Transparent gefertigt worden mit einem Willkommensgruß.  Für eine zweistündige Unterhaltung hatten die Jungen sogar ein umfangreiches Programm mit Tänzen und Liedern einstudiert. „Für die Kinder ist es wohl wie ein Sechser im Lotto, dass sie hier unterkommen können“, empfand nicht nur Reiseteilnehmer Josef Huesmann. Nur mit entsprechender Ausbildung, bei der auf Toleranz, Akzeptanz und Respekt großer Wert gelegt werde, könne man die Kinder für ein Leben außerhalb der Armut vorbereiten, schilderte Kaplan Karanam den Einsatz seines Ordens. Die Gruppe feierte abschließend zusammen mit Kaplan Karanam und zwei weiteren Ordenspriestern den Gottesdienst in der zum Missionsprojekt gehörenden Kirche

Für Kaplan Karanam ging während der Indienreise mit der Horstmarer Reisegruppe ein Herzenswunsch in Erfüllung. Er konnte zusammen mit den Teilnehmern sein Elternhaus aufsuchen und die Familie vorstellen. Das Zusammentreffen war mit ein Höhepunkt der ereignisreichen Fahrt.  Die ganze Familie hatte sich zum Empfang eingefunden. Besonders freuten sich der 86 Jahre alte Vater und die 75 Jahre alte Mutter des Kaplans, aber auch die sieben Geschwister, Nichten und Neffen. Sie bereiteten der Gruppe einen herzlichen Empfang. Zum Zeichen der Freude und des Willkommens erhielt jeder einen roten Punkt auf die Stirn und einen gelben Strich auf die Wange, ein Blumenumhang gehörte zur freundlichen und herzlichen Begrüßung.  

Die Familie des Kaplans beisitzt ein neues, weiß angestrichenes Haus  Haus, das direkt neben dem Elternhaus gebaut wurde. Es besteht aus zwei Etagen mit einer zusätzlichen großen Dachterrasse.  In der unteren Etage wohnen die Eltern, der unverheiratete Zwillingsbruder und eine Schwester des Kaplans. In der Mitte wohnt eine weitere Schwester mit Mann und Kindern. Die Wohnungen sind sauber, einfach und sparsam möbliert, Zeichen des Glaubens sind überall vorhanden. Auf der Dachterrasse verweilte man lange Zeit bei ausreichender Versorgung mit ortsüblichen Speisen und Getränken sowie angenehmen Temperaturen um die 25 Grad. Zu den Nachbarn, die die Reisegruppe bestaunten und freundlich winkten, gehören Hindus, Moslems und Christen. Zum Schluss des Besuches erhielten alle noch eine reichlich bestickte Dokumententasche. 
 
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Einen Steinwurf entfernt von der Wohnung liegt die Kirche. Hier hat der Kaplan oft als Junge während der Messe gedient. Eines Tages fragte in der Pfarrer, ob er nicht Priester werden wolle. Nach langer Vorbereitungszeit entschloss er sich, in den Orden des hl. Franz von Sales einzutreten und folgte damit seinem Onkel, der ebenfalls Priester ist. Die Familie ist in der vierten Generation katholisch. Durch französische Missionare ist der christliche Glaube nach Indien gekommen.  Unvergessen wird der Reisegruppe der völlig unverhoffte Empfang im Ordenshaus der Patres sein.

elternhaus001.jpgEintausendvierhundert Kinder in einheitlicher Schulkleidung hatten sich im weiten Rund des Innenhofes versammelten und erfreuten mit Liedern, Gesängen und Tänzen. Da blieb sogar Kaplan Karanam die Spucke weg, denn damit hatte er nicht gerechnet. „Man kommt sich vor wie bei einem Staatsempfang, wird freundlich begrüßt“ beurteilte Rolf Bröker die Situation. Es gab sogar einen Empfang beim örtlichen Bischof, der deutsch sprach und sich eine Stunde Zeit nahm.
 

So wie Hildegard Wolbert in ihr Reisetagebuch schrieb haben wohl alle empfunden: „Indien hat mich innerlich aufgewühlt. Die offensichtliche Armut hat mich erschreckt. Wie der Verkehr funktioniert, ist jeden Tag ein Wunder.“ Zum großen Erfolg der Reise hat auch der ständig anwesende indische Reiseführer beigetragen. Er war still, aufmerksam, umsichtig, sensibel im Hintergrund, hatte ein enormes Wissen und sprach gut deutsch. Die Reise war durch das indische Reisebüro Surya in Maintal gut vorbereitet. Und noch etwas gilt es hervorzuheben. Der Empfang mit dem Handy war selbst in den entlegensten Winkeln Indiens gegeben, was schon hier auf dem Wege zwischen Horstmar und Leer nicht immer der Fall ist. 


Fotos und Text: Franz Neugebauer

 
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