Kreuweise- Diakonie-Caritas

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Fn. Horstmar. „Wir sind froh und auch ein bisschen stolz darauf, dass der Caritasverband sich den ökumenischen Gottesdienst „Kreuzweise“ ausgesucht hat, um hier in der Reihe der Veranstaltungen zum 50jährigen Jubiläum des Verbandes gemeinsam zu feiern“ äußerten Pfarrdechant Johannes Büll und Prädikant Alexander Becker zu Beginn des gut besuchten Gottesdienstes in der St. Gertrudiskirche. Der Gospelchor „New Spirit“ unter der Leitung von Uta Reinke-Rolinck begeisterte mit gefühl- und schwungvollen Stücken.

In einem Interview stellten sich Burkhard Baumann (Geschäftsführung Caritas Steinfurt) und Pfarrer Ingo Stein (Geschäftsführung Diakonisches Werk) kritischen Fragen nach der Konkurrenz zwischen beiden Hilfsorganisationen. Beide sahen große Chancen darin, zukünftig enger zusammen zu arbeiten und sich nicht nur aus finanziellen Gründen gemeinsam stark aufzustellen. Dazu müsse man sich von alten, längst überholten Vorurteilen verabschieden. Abschließend lobten beide die gelungene Vernetzung der Angebote von Diakonie und Caritas in Horstmar und Leer, die „Kreuzweise“ möglich mache. Das wurde auch deutlich an einem Flyer, der erstmalig verteilt wurde. Er enthält Beratungsangebote und Kontakte für die unterschiedlichen Herausforderungen des täglichen Lebens. „Werden Sie zu Botschaftern dieses gemeinsamen Weges“ war der ausdrückliche Wunsch der Beteiligten. Caritas und Diakonie setze sich an so vielen Stellen für die Menschen ein, die Hilfe brauchen. Die gesellschaftlichen Richtungsentscheidungen darüber, wofür Geld ausgegeben werde, mache die Arbeit immer schwerer. „Gib Du den Entscheidern die Leidenschaft und die Gewissheit, dass sie Deinen Willen erfüllen und in Deinem Namen anderen Menschen helfen“ lautete das gemeinsame Gebet. Im Namen Gottes zu handeln sei und bleibe ein lebenslanger Auftrag an alle institutionell und ganz privat.

Vertreterinnen der Caritas-Institutionen aus Horstmar und Leer machten an zwei Beispielen deutlich, dass Caritas nicht nur Geschäftsführung bedeute. Durch die Caritashaussammlung habe man die Möglichkeit, Personen in Horstmar und Leer zu beschenken, wo Not sei und wo man Anerkennung geben könne. In Leer habe sein älterer Mann seine schwer kranke Frau zu Hause gepflegt und versorgt. Er war sprachlos und als man ihm einen Gutschein vom Dorfladen schenkte. In Horstmar habe eine Mutter für ihr ihre behinderte Tochter ein kleines Geldgeschenk zu Weihnachten erhalten. Dadurch habe die Reittherapie weiter fortgesetzt werden können. Die Mutter sei sehr glücklich gewesen, da die Therapie für die Tochter sehr wichtig sei.

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Bilder : Neugebauer