Ss. Cosmas+Damian | St. Cosmas+Damian |
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Das Gebiet des Ortsteils Leer der heutigen Pfarrgemeinde St. Gertrudis gehörte ursprünglich zur Urpfarre Schöppingen, die zusammen mit Wettringen und Rheine von Karl d. Gr. gegründet und von seinem Nachfolger Ludwig dem Frommen 838 dem Benediktinerinnenkloster Herford geschenkt wurde. Bald nach 1180 wurden von diesen Urpfarren Gebiete abgepfarrt, so Horstmar und Leer von Schöppingen. Urkundlich erwähnt wird die Pfarre Leer erstmals 1217.
Die Filialkirche St. Cosmas und Damian...
1881 wurde durch Anbau eines neuen neogotischen Chores die Kirche nach Osten hin vergrößert und an der Nordwand eine Sakristei angebaut. Die Einsegnung erfolgte am Patronatsfest 1881. Und zu Pfingsten 1882 wurde darin ein neuer Hochaltar, gestiftet von Bernard Schulze Schleithoff, gen. Schulze Greving, errichtet.
Die Ausstattung
Die Gewölbekappen des ursprünglichen Kirchenschiffes enthalten eine recht seltene mittelalterliche Gewölbemalerei, die bei Renovierungsarbeiten 1980 in einem Segment restauriert wurde. Sie zeigt das Bild eines schwebenden Engel mit Nimbus, der eine unbekleidete Figur in Händen hält, deren Hände betend empor gehoben sind. Das Ganze ist von Ranken und rechts und links je einem Medaillon umgeben. Diese als Linienmalerei ist recht selten und wird in die Zeit um 1400 datiert.
Das älteste und bedeutendste Kunstwerk aber ist ein Kruzifix, das heute vorne im Altarraum hängt aus der Zeit um 1300. Der Heiland, an ein Astkreuz geheftet, sieht leiderfüllt den Betrachter an. Der schwerelose Körper ist dem Betrachter weit entgegengebogen, die Arme zu ihm ausgebreitet.
(Fotos: Prof. Dr. Anton Janßen, Horstmar) |
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