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Wertvolle Infos für den Straßenverkehr |
Anhand ganz konkreter Fälle erläuterte Rechtsanwalt Andreas Meyer-Ondereyck aus Münster beim Vortrags- und Gesprächsabend von evangelischem Sozialseminar und katholischem Bildungswerk viele für jeden Verkehrsteilnehmer – Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger – wichtige Fragen aus dem Bereich „Verkehrsrecht“. Dabei gab er den Zuhörern viel Raum zum Nachfragen, so dass sich der Informationsabend zu einem sehr lebendigen Gesprächsabend entwickelte.
Sein erstes Augenmerk richtete er auf Alkohol im Straßenverkehr, bei dem die Gerichte sehr konsequent und unnachgiebig die Einhaltung der vorgegebenen Grenzwerte einfordern, so null Promille für unter 21jährige und für Berufskraftfahrer Für alle anderen würden 0,3 bis 0,499 Promille bei korrektem unauffälligem Verhalten toleriert. Wenn aber etwas passiert, sei das auch schon zuviel und habe Konsequenzen. Ab 1,1 Promille liegt eine relative Fahruntüchtigkeit vor und führe unter anderem zu einer kostenpflichtigen MPU (medizinisch-psychologischen Untersuchung) und über 1,6 Promille bestehe absolute Fahruntüchtigkeit mit der Annahme, der Betreffende habe ein Alkoholproblem.
Ein weitere Schwerpunkt seiner Ausführungen war die Frage nach der Schuldverteilung bei Unfällen mit Fahrradfahrern; hier träfe den Autofahren fast immer eine gewisse Mitschuld. Und wie kritisch die Entfernung vom Unfallort sei, wenn auch keine Schäden erkennbar seien, zeigte er an konkreten Beispielen auf einem Parkplatz auf. Auch dann drohe die Verurteilung wegen Unfallflucht mit Punkten in Flensburg.
Überhaupt informierte er ausführlich über Zustandkommen von Punkten, Möglichkeiten für deren Abbau sowie die empfindlichen Konsequenzen bei höheren Punktzahlen. Auch „Knöllchen Sammeln“ durch wiederholte kleinere Übertretungen könne sogar zum Führerscheinentzug führen wegen Unzuverlässigkeit im Straßenverkehr. – Auch auf die Verkehrssicherungspflicht durch den Straßenträger, z. B. Streupflicht an wichtigen Verkehrsadern und -knotenpunkten unabhängig von örtlichen Satzungen, ging er ebenso ein wie auf die Fälle von Nötigung auf Autobahnen durch zu dichtes Auffahren.
Letztendlich resümierte er, dass vom Auto immer eine Betriebsgefahr ausgehe und daher jeder Autofahrer aufgerufen sei, immer doppelt und dreifach aufzupassen und vorausschauend sowie rücksichtsvoll zu fahren.
Text und Foto: Prof. Dr. Anton Janßen
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Bildungswerkveranstaltung zum Verkehrsrecht |
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Das evangelische Sozialseminar und das katholische Bildungswerk laden herzlich ein zu einem Vortrags- und Gesprächsabend am Dienstag, 24. Januar 2012, um 20:00 Uhr im Pfarrzentrum Borchorster Hof mit dem Thema „Verkehrsrecht“. Dann wird Rechtsanwalt Andreas Meyer-Ondereyck aus Münster die heute relevanten und interessanten Fragen aus den verschiedensten Bereichen aufgreifen, auch z. B. Alkohol und Radfahren usw.) und aus seiner Praxisarbeit berichten. Vor allem aber will er auch mit den Veranstaltungsbesuchern ins Gespräch kommen und ihre Fragen beantworten. Also nicht nur kommen, sondern auch schon Fragen sammeln und dann stellen, so günstig ist die Gelegenheit selten, vom Fachmann in verkehrsrechtlichen Fragen kompetente Antworten zu bekommen, insbesondere auch zum richtigen Verhalten, wenn etwas passiert ist oder man ein vielleicht scheinbar unberechtigtes „Knöllchen“ bekommen hat.
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Der Chor ist in jeder Hinsicht gut aufgestellt. |
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Mitgliederversammlung des
Kirchenchores St. Gertrudis
Zu seiner Jahreshauptversammlung hatte der Kirchenchor St. Gertrudis am gestrigen Samstag (14.01.) seine Mitglieder in die Gaststätte Mühlenhäuschen in Horstmar eingeladen. Vorsitzender Heinz Möllenkamp begrüßte die zahlreich erschienenen Sängerinnen und Sänger. Sein besonderer Willkommensgruß galt dem Ehrenpräses, Pfarrdechant Franz Josef Bisping sowie Diakon Helmut Spahn und seiner Frau Gudrun. Zuvor hatte der Kirchenchor in der Vorabendmesse in der St. Gertrudis-Kirche die Messe in Es von K. Kraft aufgeführt.
Gleich zu Beginn der Versammlung machte der Vorsitzende darauf aufmerksam, dass die vorgesehene Jubilarehrung infolge Verhinderung des Jubilars selbst leider ausfallen müsse. Walter Schmidt ist 25 Jahre Sänger des Chores. Seine Ehrung zum Jubiläum wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
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weiter …
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Erfolgreicher Start ins neue Bildungsprogramm |
„Warum lässt Gott das zu?“ lautete das Thema eines mit fast 30 Zuhörern gut besuchten Vortrags- und Gesprächsabends von evangelischem Sozialseminar und katholischem Bildungswerk am vergangenen Montag Abend.
Zu Beginn des Vortrags stellte der Referent Prof. Dr. Michael Beintker heraus, dass man die Frage wie Gott, auf dessen Güte der Glaube baut, Ereignisse zulassen könne, die unfassbares Leid über die Betroffenen bringen, nicht beantwortet werden könne, obwohl sich viele Philosophen und Theologen seit der Antike intensiv damit beschäftigt hätten.
Er beleuchtete dann einzelne Aspekte des griechischen, römischen und christlichen Denkens, die den Widerspruch zwischen der Allmacht des Schöpfers und der Liebe Gottes zu seiner Schöpfung einerseits und andererseits der Nichtverhinderung schweren Leidens der Menschen zu klären versuchten. Paradox sei auch, dass die Erfahrung von Leid nicht immer von Gott wegführe, sondern eher dichter zu ihm hin.
Deutlich widersprach er aber der früheren Auffassung, dass Leid Strafe Gottes für begangene Verfehlungen (Sünden) sei. Die Bibel berichte vielmehr sehr häufig über Leid und den Umgang damit, z. B. in den Klagepsalmen, dem Buch Hiob und in der Passion Jesu. Schmerz und Leidenserfahrungen würden artikuliert und im Gebet die Verzweiflung vor Gott gebracht. Und auch im Wandern entlang eines Kreuzweges würden durch die Meditation des Leidens neue Perspektiven für den Umgang mit unfassbarem Schmerz eröffnet.
Prof. Beintker schloss mit Auszügen aus dem Buch „Jossel Rackower spricht zu Gott“, in dem Jossel Rackower angesichts seines drohenden Endes im Warschauer Ghetto über die Frage sinniert, ob und wie der Mensch trotz Verfolgung und Leid an Gott glauben kann und zu dem Schluss kommt: „Magst Du mich auch beleidigen, magst Du mich züchtigen, magst Du mir auch wegnehmen das Teuerste und Beste, das ich habe auf der Welt, und mich zu Tode peinigen - ich werde immer an Dich glauben.“
Text und Foto: Prof. Dr. Anton Janßen
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