Andacht am Bahnhof Horstmar im Juni 2021

 Fn. HORSTMAR. „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“. Unter diesem Wochenspruch fand die erste Andacht dieses Jahres am Bahnhofscafe in Horstmar statt. Eingeladen dazu hatten Pfarrdechant Johannes Büll, Prädikant Alexander Becker und Namenstagskind Norbert Wiechers. Sie freuten sich, dass mehr als 60 Besucher gekommen waren. So wie Manfred Hardt dachten wohl alle nach der zwanzigminütigen Andacht: „Ich bin gleich wieder ein anderer Mensch, die kurze Besinnung tut gut.“ Prädikant Alexander Becker wies auf die Situation in den Kirchen hin:“ Die Institutionen der Kirchen sind unglaubwürdiger denn je.“ Gottes Wort scheine fasst in der gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit zu verschwinden oder sorge wegen der öffentlichen Vertreter zur Abwehr. Aber Gottes Wort liege nicht in den Institutionen, sondern in den Herzen und deswegen gelte deutlicher und wichtiger als jemals sei daher der Wochenspruch. Die aktuelle Krise, in der die Kirchen stecken, zeige, dass es an vielen Stellen institutionell nicht funktioniere, Gott und das eigene Gewissen wichtiger zu nehmen als Status, Position und Macht. Die Institutionen seien wie in allen Zeiten nicht als Maßstab brauchbar. „Deswegen bleibt uns nichts anderes übrig,  als im Kleinen anzufangen, die Welt zu prägen und zwar ohne den Verstand auszuschalen, sondern vernünftig und mit offenen Sinnen auf das Gewissen als Stimme Gottes,“ forderte Prädikant Becker die Anwesenden auf. Während der Andacht wurde das metallene Kreuz eingesegnet. Dazu Pfarrdechant Johannes Büll:“ Wenn wir heute das Kreuz segnen, geht es für mich nicht um ein Stück Materie, Holz und Metall, sondern um Menschen, die dieses Kreuz sehen, es anschauen, nachdenken und nach der Bedeutung fragen.“ Pfarrdechant Johannes Büll fand auch lobende Worte für den angedeuteten Kirchenpfad mit Hinweisen auf die Kirchen, denn an der Radbahn, die von Coesfeld bis Rheine führe, gebe es ganz markante Kirchorte und Kirchen.